12. Köfelefest (8. - 9.06.2012)
 
Was für die Fußball-Fans in diesen Tagen die EM ist, ist für die Freunde von Rudy Giovannini sein Köfelefest: der absolute Höhepunkt des Jahres – mit dem Unterschied, dass in Leifers der Sieger schon feststeht: alle Fans des „Caruso der Berge“.
Und so hieß es am 8. und 9. Juni wieder „Rudy-Giovannini-Zeit“.
 
Am Donnerstag gab es zur Einstimmung erst einmal den so genannten „Leiferer Sommer“. Nach Ladenschluss mussten auf der Hauptstraße die Autos Tischen und Bänken weichen. Lokale boten auf der Straße ihre Köstlichkeiten an, an vielen Stellen wurde Musik gespielt und Straßenkünstler sorgten für Unterhaltung. DER Treffpunkt für die „Rudyaner“ war aber wieder vor der Bäckerei Innerkofler. Denn auch wenn das dortige Warmfeiern nicht zum offiziellen Köfelefest-Programm gehört, so hat es sich in den letzten Jahren doch zu einer beliebten Tradition entwickelt.
Fast den ganzen Abend wurden Rudys CDs rauf- und runtergespielt. Auch das Original gesellte sich irgendwann mit Lebensgefährtin Franca dazu, feierte mit und heizte die ausgelassene Stimmung noch zusätzlich an. Neben alt bekannten Liedern gab es  erstmals Rudy Giovanninis neuestes Werk zu hören, das hier auch schon gekauft werden konnte. Unter dem Titel „Viva Strauss“ nahm Rudy Giovannini zusammen mit dem Orchester STRATO-VANI aus Belgien ein paar der bekanntesten Melodien des Walzerkönigs mit neuen Texten auf. Zwar wird das Album voraussichtlich erst im September auf den Markt kommen, doch beim Köfelefest sollte es bereits offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Eine so besondere CD braucht aber auch eine besondere Präsentation. Und so servierte der Bäckermeister Fabrizio Tabiadon eine Nachbildung des CD-Covers als – übrigens äußerst leckere – Torte, die von den anwesenden Gästen gemeinsam verzehrt wurde.
 
Der Freitag begann mit einer Wanderung. Zuerst ging es per Bus zum Kloster Maria Weissenstein und von hier ab weiter zu Fuß zur Kapelle St. Leonhard. Dort angelangt, erzählte Rudy Giovannini, wie er in der Nähe vor vielen Jahren einer Frau das Leben rettete, die ohne seine Hilfe abgestürzt wäre. Zur Belohnung für das Mitwandern sang er als Krönung des Ausfluges „Schutzengel mein“ und „Ave Maria“ a cappella und sorgte einmal mehr für angenehme Gänsehaut.
Noch ein kurzer Aufenthalt, dann war es auch schon wieder Zeit, um nach Leifers zurück zu fahren, damit sich alle wieder für den ersten Teil des Köfelefestes frisch machen konnten.
 
Zu Beginn begrüßte Hermann vom Tourismusverband Leifers-Branzoll-Pfatten die vielen Gäste, die wieder aus ganz Europa angereist waren. Er erklärte vor allem für die Neulinge, dass sich „Köfele“ von Kofel ableitet, womit ein Felsvorsprung bezeichnet wird. Auf einem solchen thront das Kirchlein „St. Peter am Köfele“, das Wahrzeichen von Leifers. Und weil Rudy zu einem musikalischen Wahrzeichen von Leifers geworden ist, passt der Name „Köfelefest“ doch eigentlich gut zu seinem Festival.
 
Dann wurde es allmählich Zeit für ein bisschen Musik. Leider noch nicht vom Leiferer Startenor, dafür aber von den Pseirer Spatzen. Das Duo aus dem Passeier Tal brachte das Publikum mit der perfekten Mischung aus schöner Musik und Humor in die richtige Stimmung für den eigentlichen Star des Abends: Rudy Giovannini. Der ließ dann auch nicht mehr sehr lange auf sich warten.
Mit seinem flotten Loblied auf „Bella Italia“ betrat er das Zelt. Ein schönes Lied – mal schwungvoll, mal ruhig – jagte das andere. Neben einigen älteren Werken stellte Rudy Giovannini aber auch ein paar Titel seiner neuen CD „Viva Strauss“ vor. Ein Festzelt mag vielleicht ein ungewöhnlicher Rahmen für diese Art von Musik sein, der Stimmung und Wirkung tat das jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Wie man es vom „Caruso der Berge“ gewöhnt ist, kam sie spitzenmäßig an. Der beste Beweis, dass sich gute Qualität, professionell dargeboten, überall durchsetzen kann.
So legte er etwa zu „Blaue Donau“ mit Franca einen Walzer aufs Parkett oder ließ sich zu „Mausi sagt“ eine spaßige Bühnenshow einfallen, die für sehr viel Gelächter sorgte.
 
Rührung kam auf, als Rudy Giovannini Sebastian – einen behinderten Fan mit guter Stimme – auf die Bühne bat und mit ihm „Steig in das Traumboot der Liebe“ sang. Das Duett kam so gut an, dass sie das Lied als Zugabe noch ein zweites Mal, dann jedoch a cappella, singen „mussten“.
 
Selbst der beste Sänger braucht mal eine Pause. Die gönnte sich Rudy Giovannini dann auch und erfüllte in dieser Zeit zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche.
Für Kurzweile sorgten währenddessen die Leiferer Schuhplattler mit einigen Tanzeinlagen. Irgendwann hatten die Jungs aber keine Lust mehr alleine zu platteln und verschwanden von der Bühne, um kurz darauf mit ein paar Frauen aus dem Publikum zurückzukehren. Sie durften dann zur allgemeinen Erheiterung bei der Show mitmachen.
Einen Überraschungsgast gab es auch noch: der Sieger aus dem Musikantenstadl-Nachwuchs­wettbewerb, Marquardt Petersen, spielte ein paar schöne Lieder auf seiner Trompete.
 
Den ganzen Abend wurden fleißig Aufnahmen für einen neuen TV-Sender gemacht, mit dem der Musikverlag MCP der Ignoranz der öffentlich-rechtlichen Anstalten gegenüber Schlagern und Volksmusik entgegentreten will. Auch Rudy Giovannini selbst wurde noch kurz interviewt, bevor er wieder weitersingen durfte. Leider war das Gespräch im Zelt nicht zu hören, wir müssen uns also gedulden, bis der „Musikexpress“ auf Sendung geht.
 
Samstags verkürzte das Gesangsduo „No Limit“ die Wartezeit auf Rudy Giovannini. Sie präsentierten eine kleine Auswahl bekannter und eigener Titel, dann war endlich wieder der „Caruso der Berge“ an der Reihe. Er bot weitgehend das gleiche Programm wie schon am Vortag dar, er sang lediglich noch ein paar andere – ebenfalls wunderschöne – Titel der neuen CD.
 
In der Pause ließ es sich die Leiferer Bürgermeisterin, Dr. Liliana Di Fede, nicht nehmen, den Gästen dafür zu danken, dass sie jedes Jahr wieder so zahlreich anreisen.
 
Anschließend führte die Dance Company aus Eppan ein paar Tänze auf. Selbst für Tanzlaien war die Professionalität der Akteure erkennbar. Kein Wunder: gehören mit Niels und Sabine doch die amtierenden Weltmeister im Disco Fox zur Truppe.
 
Bei allem Spaß sollten aber die nicht vergessen werden, die es in der letzten Zeit schwer getroffen hat. An beiden Tagen stand eine Sammelbox bereit und wer wollte, konnte hier ein bisschen was für die Erdbebenopfer in der Emilia Romagna spenden. Rudy Giovannini wird das gesammelte Geld persönlich einer Familie überbringen, die es besonders nötig gebrauchen kann.
 
Die Abteilung Fußball des Sportvereins Leifers kümmerte sich wieder fleißig darum, dass niemand lange Hunger oder Durst leiden musste. Und auch sie ließen sich von der allgemein guten Laune anstecken und gelegentlich zu einer Polonaise hinreißen.
 
Zum Schluss hatten die Fußballer noch eine Überraschung für Rudy parat: sie ernannten ihn zum 12. Mitspieler und überreichten ihm passend dazu ein T-Shirt mit ihren Unterschriften.
 
Noch ein paar Zugaben von Rudy Giovannini, dann war das Ereignis auch schon wieder vorbei, auf das sich alle ein ganzes langes Jahr gefreut hatten.
 
Aber das Feiern geht weiter: am 7. und 8. Juni 2013 sehen wir uns wieder in Leifers!
 
Bilder von diesem Highlight könnt ihr auf unserer HP in der Galerie unter Köfelefest 2012 anschauen!!
Viel Spaß!!
 
© 2021 - Rudy Giovannini Fanclub Neckar Alb
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